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1. Mobilfunk ist in der heutigen Gesellschaft unverzichtbar geworden
An allen Ecken und Enden, im Badezimmer, in Schulklassen, in der U-Bahn in Autobussen und im Flugzeug, im Spital genauso wie im Pflegeheim, im Büro und in Amtsräumlichkeiten, im Theater und im Kino werden Mobilfunkdienste von den Menschen meist bedenkenlos genutzt. Der Mobilfunk ist in der heutigen Gesellschaft in vielen Fällen unverzichtbar geworden, insbesondere in der Wirtschaft.
Wir fordrn nicht bestehende Mobilfunknetze abzuschaffen (derzeit gibt
es 12 technisch eigenständige Mobilfunknetze im kleinen Österreich),
sehen aber erheblichen
Optimierungsbedarf
bei den bestehenden Funknetzen in Bezug auf den Umweltschutz und Anrainerschutz.
Diese Mobilfunknetze können unserer Ansicht nach mit moderner Umwelttechnik
wesentlich gesundheits- und umweltverträglicher errichtet und eingestellt
werden. Eine jederzeitige Erreichbarkeit von der Tiefgarage bis zu jeder
Bergspitze ist definitiv nicht notwendig, jedenfalls auch keine risikoadäquate
Maßnahme um das mobile Telefonieren für die Bevölkerung
zu ermöglichen. Die Mobilfunkbetreiber dürften hauptsächlich
monetäre Ziele verfolgen: Die Umsatz- bzw. Gewinnmaximierung. Jegliche
Art von negativen gesundheitlichen Auswirkungen durch Mobilfunk wird -
unserer Beobachtung nach - überwiegend verharmlost oder gar geleugnet.
Eine Aufklärung der Öffentlichkeit über gesundheitliche
Auswirkungen findet unseres Erachtens weder von den Mobilfunkfirmen, noch
von der Regulierungsbehörde, noch vom Gesundheitsministerium ausreichend
statt.
Die Politik ist gefordert, auch andere gesellschaftlich wünschenswerte
Ziele vorzugeben, als nur Gewinnziele für Firmen. Beispielsweise sollten
10 Jahre nach der Einführung von GSM-Mobilfunk in Österreich
im Jahr 1995 nun endlich gesetzlich festgelegte Grenzwerte für die
Emission von Mobilfunkstrahlung in Kraft gesetzt werden. Zuständig
dafür ist die Frau Gesundheitsministerin Dr. Rauch-Kallat und das
ihr unterstehende Gesundheits- und Frauenministerium, sowie das österreichische
Parlament. Natürlich kann sich auch das "Generationen"- und das "Lebens"ministerium
betroffen fühlen und initiativ tätig werden. Es kommt nur darauf
an, wie weit man vordenkt.
2. Die Eckpunkte eines "Biomobilfunknetzes"
Ein Biomobilfunknetz soll einen Umweltschutz und einen Anrainerschutz durch Einsatz von Umwelttechniken bewirken. Für ein Biomobilfunknetz müssten neue Standards und gesetzliche Grenzwerte gesetzt werden:
• Antennen werden mit geringer Sendeleistung betrieben; Die Sendeleistung
der Antennen wird auf die bestehenden Vorsorgewerte (z.B. Salzburger Vorsorgewert
von 10 Mikrowatt je Quadratmeter im Freien und 1 Mikrowatt je Quadratmeter
im Rauminneren) abgestimmt
• geringe Anzahl von Sendemasten
durch gemeinsame Nutzung von Sende-standorten (Site-Sharing) und verbesserter
Funknetzkonzepte durch die Anwendung von National Roaming.
• Versorgung über National Roaming von weniger dicht besiedelten
Gebieten mittels bereits bestehender Mobilfunkinfrastruktur. Die bereits
bestehende Mobilfunkinfrastruktur der verschiedenen Mobilfunkformen sollte
in Zukunft besser ausgelastet werden als bisher. Dafür braucht man
keine neuen Sendestandorte errichten, auch nicht bei Kapazitätsengpässen.
Da man auf andere Netze ausweichen kann.
• Es wird keine Versorgung in Keller, Tiefgaragen, in allen Winkeln
einer Wohnung, in den Bergen, Wäldern, Wiesen und auf den Seen rund
um die Uhr garantiert. Diese Maßnahme dient dem Umweltschutz und
Anrainerschutz am effektivsten. Falls eine Funkversorgung besteht ist dagegen
allerdings nicht einzuwenden, solange die Strahlungsdosis nicht zu hoch
ist.
• Verzicht auf die derzeit erlaubte Errichtung von Mobilfunksendeanlagen
auf Kindergärten, Schulen, Spitälern, Pensionisten- und Pflegeheimen
bzw. im Umkreis von 100 Meter.
• Abschirmungsmaßnahmen für eventuell betroffene Anrainer
von Sendeanlagen sind vom Verursacher (Betreiber) vorzusehen
• Verkauf von Endgeräten mit geringer Strahlungsleistung an Endkunden
ein absolutes MUSS
• Mitarbeiter der Mobilfunkfirma sollen einen Festnetzanschluss am
Arbeitsplatz und zu Hause gratis zu Verfügung gestellt bekommen. Dies
ist für gute Telekomfirmen eine Kleinigkeit. Sie schützen damit
ihre eigenen Mitarbeiter vor unnötiger Mobilfunkstrahlung.
3. Umsetzung eines Biomobilfunknetzes ist machbar
Aus unserer Sicht ist die technische Umsetzung eines von uns so genannten Biomobilfunknetzes machbar. Ob es in Zukunft solcher Art gebaute Biomobilfunknetze geben wird, hängt von der Einstellung der Bevölkerung zu Ihrer Gesundheit ab und ob sie bereit sein wird, für ihre Gesundheit einwenig mehr Geld auszugeben, als für die herkömmliche Technik. Viele Betroffene geben ja derzeit das Geld im Gesundheitsbereich erst im nachhinein für die Behandlung aus (zB. für Zahnärzte, Herzinfarktbehandlungen, Lungenkrebsoperationen), statt eine Gesundheitsvorsorge zu treffen und gesünder zu leben und zu wohnen.
Derzeit kann leider kein Mobilfunknetz eines österr. Mobilfunkbetreiber
als "Biomobilfunknetz" eingestuft werden.